Costa Rica: Quepos

Quepos: Tor zum Südwesten Costa Ricas

Quepos liegt im Westen Costa Ricas, an der Pazifikküste. Der Ort ist auf vielen Reiserouten durch Costa Rica eingeplant, da er vom Norden kommend der erste Halt der südlichen Westküste des Landes ist. Von hier aus weiter gen Süden kannst du zum Beispiel nach Uvita oder zur Osa-Halbinsel reisen. Die meisten Reisenden kennen Quepos wahrscheinlich als Ausgangspunkt für einen der bekanntesten Nationalparks des Landes, für den Manuel Antonio Nationalpark. 

In Quepos kannst du noch viel mehr erleben, es lohnt sich also, hier gleich zwei bis drei Nächte zu verbringen! In diesem Beitrag findest du daher alle wichtigen Informationen zu Quepos und den besten Aktivitäten, die du hier unternehmen kannst.

Transport nach Quepos

Quepos ist sowohl mit einem eigenen Auto, als auch mit öffentlichen Bussen sehr gut zu erreichen. 

Eine Küstenstraße verbindet die Orte entlang der südlichen Pazifikküste mit dem Rest des Landes. Unabhängig davon, mit welchem Fahrzeug du reist, wirst du auf dieser Straße fahren und da sie nur einspurig befahrbar ist, bist du mit dem Auto wahrscheinlich nur etwas schneller, als mit dem Bus. 

Wir sind mit einem öffentlichen Bus von San José nach Quepos gereist (knapp 4h Fahrzeit, ca. 4,50€ p.P.) und weiter von Quepos nach Uvita (ca. 2h Fahrzeit, ca. 5€ p.P.). 

Der Busbahnhof von Quepos befindet sich im Stadtzentrum, hier halten sowohl die lokalen, als auch die landesweiten Busse.

Die dritte Möglichkeit, nach Quepos zu reisen, sind sogenannte Colectivos (z. B. Interbus), also Sammeltaxen, die Reisende durch ganz Costa Rica befördern. Sie sind deutlich teurer als die öffentlichen Busse, in der Regel aber auch deutlich schneller und klimatisiert. 

Quepos ist sehr bergig, daher sind Gedanken wie „Ach, das können wir doch laufen“ mit Vorsicht zu genießen. 😀 Wir sind mit unseren Backpacks in der sengenden Mittagshitze den Berg zu unserem Hostel hoch gelaufen, weil es lt. MAPS.ME nur 20 Minuten waren… Wir haben uns öfter gefragt, wer denn auf so eine dämliche Idee kommt, haben in unseren Tagen hier aber mehrere Reisende getroffen, die die gleiche Schnapsidee hatten. 

Transport innerhalb von Quepos (per Bus)

Um sich innerhalb von Quepos zu bewegen, gibt es ein gut ausgebautes Busnetz. Für uns war der blau/weiß/rote Bus der passende, die Busse werden in der Regel mit Farben und nicht mit Zahlen beschrieben. Er fährt etwa alle 15 Minuten zwischen Quepos und dem Manuel Antonio Nationalpark. Du zahlst 390 Colones p.P. (ca. 50 ct), unabhängig davon, wie viele Stationen du fährst. 

Bus zwischen Quepos und Manuel Antonio
Bus zwischen Quepos und Manuel Antonio

Unterkünfte in Quepos

Quepos bietet Unterkünfte für jeden Geschmack und Geldbeutel. Nur wenige Unterkünfte sind in direkter Strandnähe, denn die Gegend hier ist sehr hügelig und kurz hinter der Küste heben sich die ersten Felsen empor. Vorteilhaft ist daher, dass du aus fast jeder an den Hang gebauten Unterkunft bis zum Pazifik schaust und wunderbare Sonnenuntergänge von der Terrasse aus begutachten kannst. 🌅

Wir haben im Hostel Plinio übernachtet, das an der Verbindungsstraße zwischen Quepos und dem Manuel Antonio Nationalpark liegt. Es ist nur 50 Meter von einer Bus-Station entfernt, hat aber auch ausreichend Parkplätze vor der Tür. 

Wir haben pro Nacht knapp 38€ für zwei Personen in einem 8-Bett Dorm inkl. (sehr gutem) Frühstück gezahlt. Das Hostel hat einen eigenen Pool, eine große Gemeinschaftsküche und viele Aufenthaltsmöglichkeiten. Auch ein eigenes Restaurant gibt es hier, allerdings sind auch fußläufig andere Restaurants vorhanden. Es ist sehr liebevoll gestaltet, auch wenn an der ein oder anderen Stelle der Lack schon ein bisschen ab ist. 😉 

Plinio Hostel in Quepos, Costa Rica
Plinio Hostel in Quepos, Costa Rica

Aktivitäten in Quepos

Was kann man in und um Quepos nun unternehmen? Unsere Erfahrungen und Berichte anderer Reisender habe ich hier zusammengefasst. 

#1 Manuel Antonio Nationalpark

Quepos ist, wie eingangs bereits beschrieben, besonders für den Manuel Antonio Nationalpark bekannt. Der Nationalpark ist einer der bekanntesten Costa Ricas, in dem du mit ein bisschen  Glück Faultiere sehen kannst, aber aber auch Affen, Vögel und vieles mehr. Auch schöne Sandstrände, die zum Baden einladen, findest du hier. Von subtropischen Wäldern, über Mangrovenwälder bis hin zu weißen Sandstränden findest du auf kleinem Raum verschiedenste Vegetationen.   

Du kannst den Park per Führung oder individuell besuchen, Tickets für den Manuel Antonio Park buchst du hier. Die regulären Tickets für Erwachsene (individueller Besuch) kosten 18 USD.

Bitte beachte: Der Park ist dienstags geschlossen!

Warum wir den Manuel Antonio  Nationalpark nicht besucht haben?

Manuel Antonio Nationalpark
Der Playa Espadilla mündet in die Bucht des Manuel Antonio Nationalparks

#2 Parque Nahomí

Wenn du gerne abseits der Menschenmengen unterwegs bist, besuche den Parque Nahomí. Vom Stadtzentrum aus entlang der Pier in Richtung Süden findest du den schönen Aussichtspunkt direkt am Meer – in der dahinterliegende Bucht kann man Kayak fahren oder Stand-up-paddeln. Außer uns waren maximal 5 andere Reisende hier unterwegs.

#3 Strände & Surfen

Die Westküste Costa Ricas ist für weitläufige Sandstrände bekannt, die sich kilometerweit entlang des Pazifiks erstrecken. In Quepos sind Playa Espadilla (sur oder norte), Playa Playitas oder auch Playa Bisanz bei Reisenden und Einheimischen beliebte Strände. Die langgezogenen Wellen sind auch bei Surfern sehr beliebt und in vielen Buchten werden Surfkurse angeboten. 

Da die Strände so weitläufig sind, hatten wir nie viele Menschen um uns herum. Du kannst die Strände mehr oder weniger „für dich allein“ haben, wenn du ein Stück am Meer entlang spazierst. Einzig an den Eingängen und rum um die Parkplätze war es etwas voller. 

Die Buchten der Playa Bisanz und Playa Playitas sind hingegen deutlich schmaler, da kann es (vor allem zum Sonnenuntergang oder vormittags) schon mal etwas voller werden. 

Playa Espadilla in Quepos, Costa Rica
Playa Espadilla in Quepos, Costa Rica

#4 Küstenwanderung

Wenn dir ein Tag am Strand zu wenig Abwechslung bietet oder du mehrere Tage in Quepos verbringst, unternimm‘ eine Küstenwanderung von Quepos bis Manuel Antonio. 

In unserem Hostel haben wir mehrere Reisende getroffen, die die Buchten entlang gewandert sind. Die Wanderung dauert etwa 4 Stunden und soll sehr schön sein.

Die Wanderung beginnt am Playa Macha und endet am Playa Espadilla sur, der in der Bucht des Manuel Antonio Nationalparks mündet. Zur Veranschaulichung findest du einen Auszug der Strände und Küstenwege aus der App „Maps.me“, mit der wir uns durch Costa Rica navigieren. 

Anschließend kannst du für 390 Colones zurück nach Quepos mit dem Bus fahren. 

Tipp: Denke auf jeden Fall an ausreichend Wasser und Sonnenschutz, da viele Abschnitte kaum Schatten bieten. 

Küstenwanderung in Quepos

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