Neuseeland Nordinsel Roadtrip Route

Hier findest du die Highlights einer Neuseeland Nordinsel Rundreise aufgeteilt nach Regionen und mit jeder Menge Highlights! Auf der Nordinsel Neuseelands gibt es einige tolle Roadtrip-Stopps – wir haben über vier Wochen im Winter auf Neuseelands Nordinsel verbracht und jede Menge Erfahrungen gesammelt. 

In diesem Beitrag erwartet dich kein klassischer Roadtrip-Bericht mit der jeweiligen Anzahl der Tage, die wir an den Orten verbracht haben. Hier findest du eine Übersicht über die Reiseregionen der Nordinsel Neuseelands, empfohlenen Übernachtungsorten/-dauern und Highlights. So kannst du anhand unserer Erfahrungen deinen Roadtrip planen. 🙂 Ob es nur die Nordinsel sein wird oder auch die Südinsel, dieser Beitrag soll dir so oder so eine Hilfe und Inspiration bei deiner Reiseplanung sein. 

Neuseeland Nordinsel: Bay of Islands
Bay of Islands

Neuseeland Nordinsel Roadtrip Route

Unser Roadtrip durch Neuseelands Nordinsel führte uns zunächst von Auckland Richtung Norden nach Paihia, in die wunderschöne Region Bay of Islands. Von dort haben wir auch den nördlichsten Punkt Neuseelands, das Cape Reinga, besucht. Weiter ging es in die Region Waikato, der zentrale Teil der Nordinsel. Dort warteten u.a. das Hobbiton Movie Set, und die Waitomo Glühwürmchen-Höhlen auf uns. Anschließend haben wir die Westküste mit New Plymouth und dem Mount Taranaki erkundet, bevor es wieder ins Inselinnere nach Taupō und Rotorua ging. Von dort haben wir Abstecher nach Tauranga und auf die Coromandel Halbinsel gemacht, bevor unser Roadtrip wieder in Auckland endete. 

Ausgelassen haben wir aufgrund schlechten Wetters Neuseelands Hauptstadt Wellington und die Art Decó Stadt Napier (in gelb eingezeichnet). 

Neuseeland Rundreise Route im Winter
Mögliche Roadtrip Route für Neuseelands Nordinsel

Wie viel Zeit für Neuseelands Nordinsel einplanen?

Viele Reisende planen für die Nordinsel nur ein bis zwei Wochen ein, da sie auch noch die Südinsel bereisen wollen. Absolut verständlich, wie ich finde. Wenn du aber die Nordinsel Neuseelands wirklich kennenlernen möchtest, würde ich mindestens 3 Wochen empfehlen. Wir haben die Route (ohne Wellington und Napier) in etwa 4,5 Wochen gemacht und hatten dadurch einige Tage zum entspannen. Wir hätten sie aber locker auch in drei Wochen geschafft. Bei besserem Wetter hätten wir jedoch auch Wellington und Napier besucht, dann wären vier Wochen schon nötig gewesen. 

Warum habt ihr nicht die Südinsel bereist?

Viele andere Reisende, Bekannte oder Airbnb-Hosts waren sehr überrascht, dass wir bei unserem Roadtrip ausschließlich die Nordinsel bereist und die „viel schönere“ Südinsel ausgelassen haben. Das ist in der Tat eher ungewöhnlich, schließlich hat die Südinsel zahlreiche Highlights rund um die Neuseeländischen Alpen, die Fjorde und Seen. Wir haben uns dennoch aus verschiedenen Gründen gegen die Südinsel entschieden: 

Neuseeland Nordinsel Roadtrip Regionen

So, los geht es mit den wichtigsten Reiseregionen von Neuseelands Nordinsel. Ich habe sie in der Reihenfolge aufgeführt, in der wir gereist sind: 

Auckland – Bay of Islands – Waikato – Westküste – Wellington &  Napier – Taupō & Rotorua – Bay of Plenty

Auckland

Auckland ist die entspannteste Großstadt, die ich kenne. Mit etwa 1,6 Millionen Einwohnern ist sie bei Weitem die größte Stadt des Landes und wirtschaftliches Zentrum Neuseelands. In der Innenstadt von Auckland haben Global Player wie PWC, EY, Deloitte und einige Banken Firmensitze und das Zentrum ist entsprechend geschäftig. Nichtsdestotrotz machen die Menschen hier einen entspannten Eindruck. Beim Mittagessen im Einkaufszentrum Comercial Bay saßen wir zwischen zahlreichen Business Lunches und haben eine sehr angenehme Atmosphäre genossen (bei super leckerem Essen). Auch entlang des Hafengeländes finden sich viele Restaurants und Geschäfte. Das Stadtbild ist außerhalb der Innenstadt von gemütlichen Holzhäusern geprägt. Unsere Unterkunft war etwas nördlich des Stadtzentrums, gute Restaurants gibt es auf der Ponsonby Road.  

Blick auf das Hafengebäude & Auckland Downtown

Bay of Islands und Far North

144 Inseln vor einer malerischen Küste formen Buchten, die der Region rund um Paihia und Kerikeri den Namen „Bay of Islands“ gaben. Die Bay of Islands ist reich an Kulturgeschichte, die du in Paihia in den Waitangi Treaty Grounds hautnah erkunden kannst. Außerdem lohnt sich ein Abstecher zum nördlichsten Punkt Neuseelands, zum Cape Reinga.

Die Bay of Islands hat zahlreiche kleine Buchten mit einsamen Steinstränden, an denen du die Seele baumeln lassen kannst. Uns hat der Tareha Point und Scenic Lookout am besten gefallen.

In den Waitangi Treaty Grounds wurden 1840 die Verträge zwischen zahlreichen Māori-Häuptlingen und dem Britischen Empire geschlossen, die die Geburtsstunde des heutigen Neuseeland darstellen. Das Haus, in dem die Verträge unterzeichnet wurden, kann hier besichtigt werden, ebenso ein Versammlungshaus der Māori, ein Kriegskanu und eine sehr interessante interaktive Ausstellung, die alles rund um die Verträge erklärt. Die Waitangi Treaty Grounds sind nicht nur ein Stück Geschichte, sondern auch ein Stück Gegenwart Neuseelands. Von den Konflikten rund um die Verträge bis zum heutigen Leben in Neuseeland berichtet das Museum. Bei dem Besuch des Māori Versammlungshauses kannst du einer traditionellen Begrüßungszeremonie beiwohnen.

Das Cape Reinga hat für die Māori eine besondere Bedeutung: Ihrem Glauben nach reisen von hier die Verstorbenen Seelen „nach Hause“. Nach Hause meint in diesem Fall den Herkunftsort der Māori im Pazifik, die Insel Hawaiki. Sie nannten das Kap „Te Rerenga Wairua“, woraus „Cape Reinga“ wurde. 

Hier treffen außerdem die Tasmansee (Westen) und der Pazifik (Osten) aufeinander. Ein, wie ich finde, besonderer Ort.

Es gibt einige Wanderwege und Campingplätze hier, die bei unserem Besuch im Juni 2023 allerdings geschlossen waren.

Waitangi Treaty Grounds, Neuseeland
Maōri Aufführung, Waitangi Treaty Grounds, Paihia
Cape Reinga, Neuseeland
"Where the spirits head home": Der nördlichste Punkt Neuseelands: Cape Reinga

Neuseeland Nordinsel: Waikato

Die Region Waikato hält einige Highlights auf deinem Neuseeland Nordinsel Roadtrip bereit. Tauche ein in die fabelhafte Welt der Hobbits im Hobbiton Movie Set oder gleite auf einem Boot durch die Dunkelheit der Waitomo Höhlen und staune über tausende Glühwürmchen an der Decke über dir. Wage dich auf die Arapuni Swing Bridge und genieße die Schönheit des Marokopa Wasserfalls. 

Das Hobbiton Movie Set in Matamata ist nicht nur für Fans der Trilogien „Der Hobbit“ und „Herr der Ringe“ sehenswert! Die Liebe zum Detail, mit der das „Auenland“ gestaltet wurde, ist faszinierend, hier wurde wirklich an alles gedacht. Du kannst das Filmset ausschließlich mit einer Führung besuchen, die ohnehin sehr interessant ist. Hier erhältst du kuriose Hintergrundinformationen zu den Dreharbeiten, die du dir wirklich nicht ausmalen könntest! Im Hobbiton Movie Set ist mit einer Kreativität gearbeitet worden, die uns nachhaltig beeindruckt hat. 

Das Set wurde nach den Dreharbeiten für die „Hobbit“-Filme wieder abgebaut. Seit den „Herr der Ringe“ Dreharbeiten besteht das Set permanent und wird für touristische Zwecke genutzt. Ab Ende 2023 wird es sogar möglich sein, eine der „Hobbit-Höhlen“ von innen zu besichtigen! Während unseres Besuchs im Juni 2023 fanden die Bauarbeiten statt. 

Wenn du in der Region zwischen Hamilton, Matamata (Hobbiton) und Rotorua unterwegs bist, lohnt sich ein Abstecher nach Arapuni allemal. Wir sind vom Hobbiton Movie Set in Matamata zu der Hängebrücke gefahren, die Tim zufällig auf Google Maps gefunden hatte.

Die 1925 eingeweihte Hängebrücke ist 152 Meter lang und führt in einer Höhe von 52 Metern über den Waikato River. Sie wurde ursprünglich für die Arbeiter des Kraftwerks in Arapuni erbaut und ist heute ein echter Geheimtipp. Der Waikato River fließt hier aus dem Arapuni Kraftwerk, ein beeindruckender Anblick. Außerdem kannst du die wunderschönen neuseeländischen Silberfarne von oben anschauen.

Hier gibt es außerdem einige Wander- und Fahrradwege entlang des Waikato-River.

Die Waitomo Caves haben eine weltweit einzigartige Besonderheit: Die Glühwürmchen, die in den Höhlen der Region Waitomo wohnen, sind Mückenlarven, die ähnlich wie Spinnennetze Bänder produzieren, in denen sich Beute verheddern soll. Um in der Dunkelheit Beute anzulocken, leuchten die Glühwürmchen und es entsteht ein wunderschönes Naturschauspiel. Neben dem Besuch von beeindruckenden Tropfsteinhöhlen siehst du tausende Glüchwürmchen an der Decke hängen, die um die Wette funkeln. Dabei gleitest du in einem Boot auf einem unterirdischen Fluss und fühlst dich, als würdest du direkt unter der Milchstraße sitzen. Klingt magisch? Ist es auch! 

Achtung: Weder in den Tropfsteinhöhlen, noch auf dem Boot dürfen Fotos oder Videos gemacht werden.

Die Marokopa Falls befinden sich etwa 40 Minuten außerhalb von Waitomo und gelten mit zu den schönsten Wasserfällen Neuseelands. Wir hatten die Wasserfälle ganz für uns alleine. Die 35 Meter hohen Wasserfälle fallen in wunderschönen Kaskaden den Flusslauf hinab und sind in einem kurzen Fußweg ab dem Parkplatz zu erreichen. Momentan wird die Aussichtsplattform überarbeitet, daher konnte man nicht so nahe an die Wasserfälle, dennoch hat es uns hier sehr gut gefallen.

Hobbiton Movie Set, Neuseeland
Hobbiton Movie Set
Arapuni Swing Bridge, Neuseeland
Arapuni Swing Bridge
Marokopa Falls, Neuseeland
Marokopa Falls, Waitomo

Westküste

An der Westküste von Neuseelands Nordinsel hatten wir zwei Highlights, mit denen wir im Vorhinein überhaupt nicht gerechnet haben: Der perfekt geformte Kegelvulkan Mount Taranaki und der Waverley Beach. Wann immer wir den Mount Taranaki gesehen haben, sind wir aus dem Staunen kaum heraus gekommen. Besonders toll war die ca. fünfstündige Wanderung zum Taranaki Tarn. Die für die Region ebenfalls berühmte Felsformation „Three Sisters“ am Strand der Westküste konnten wir aufgrund des hohen Wasserstand des Meeres leider nicht besuchen. 

Der 2.518 Meter hohe Mount Taranaki (oder auch Mount Egmont) ragt aus der flachen Ebene im Südwesten von Neuseelands Nordinsel hervor und ist damit ein echter Hingucker. Im Winter ist die Spitze mit Schnee bedeckt und wir hatten das Glück, ihn bei gutem Wetter und klarer Sicht zu erleben. Wir haben uns auf die 5-stündige Wanderung zum Taranaki Tarn gemacht, einem See, in dem sich der Taranaki bei klaren Wetterverhältnissen spiegelt. Da wir im Winter gereist sind, war der See zugefroren, was unserem Erlebnis aber keinen Abbruch getan hat! 🙂 Eine der schönsten Wanderungen unserer bisherigen Weltreise!

Am Waverley Beach findest du riesige, durch das Meer und Erosion geschaffene Höhlen, die direkt am Strand in den Felsen gegraben wurden. Bei Ebbe genießt du einen herrlichen Blick in die Höhlen und auf dem langen Strand bilden sich wunderschöne Spiegelungen. Der Waverley Beach war eines unserer TOP-Highlights in Neuseeland und ist eine tolle Alternative zu den Three Sisters zwischen Waitomo und New Plymouth. Die konnten wir nicht besuchen, weil wir zur high tide dort ankamen. 

Wo wir schon bei der Tide sind: Zugang zu beiden Stränden ist von der Tide abhängig. Informiere dich also, bevor du deinen Besuch am Waverley Beach oder den Three Sisters planst, wann der niedrigste Wasserstand erreicht ist. Beide Strände sind bei Flut nicht zugänglich. Mit unserer Drohne konnten wir bei den Three Sisters trotzdem mal vorbei schauen. 🙂

Mount Taranaki
Waverley Beach, Neuseeland
Waverley Beach
Three Sisters, Neuseeland Nordinsel
Die Three Sisters kann man nur bei Ebbe anschauen, es sei denn, man hat eine Drohne... 😉

Wellington, Weinregion & Napier

Aufgrund von starken Regenfällen im neuseeländischen Winter haben wir die Hauptstadt Neuseelands, Wellington, sowie die Ostküste mit Napier ausgelassen. Wellington gilt generell als sehr windig und wird daher auch „windy Wellington“ genannt. Im interaktiven Museum „Te Papa Tongarewa“ kannst du die Kultur der Māori und die Geschichte und Natur Neuseelands kennenlernen. Hobbit/Herr der Ringe Fans können den Weta Workshop besuchen und lebensechte Figuren aus den berühmten Trilogien begutachten. 

Nördlich von Wellington befinden sich zahlreiche Weingüter der Weinregionen Wairapara und Martinborough. Einige Weingüter bieten auch Übernachtungsmöglichkeiten zusätzlich zu den Weinproben.

Napier ist vor allem für das Art Decó Stadtbild bekannt. Der Stadtkern wurde bei einem verheerenden Erdbeben 1931 nahezu vollständig zerstört und über 200 Menschen verloren ihr Leben. In den 1930-er Jahren wurde die Stadt im Art Decó Stil wieder aufgebaut und heutzutage findet hier jährlich das Art Decó Festival Napier statt.

Weinanbau Neuseeland Nordinsel
Weinanbau auf Neusselands Nordinsel.
Leckere Snacks gibt es bei den Weinproben auch.

Taupō, Rotorua

Die Kleinstadt Taupō am Ufer des gleichnamigen Sees Taupō ist Ausgangspunkt für verschiedenste Outdoor-Aktivitäten. Ob es die beeindruckenden Huka Falls sind, Wanderungen am See oder ein waghalsiger Skydive – für alle Bedürfnisse gibt es hier Aktivitäten. Der Lake Taupō ist übrigens der größte See Neuseelands mit einem Umfang von 193 Kilometern.

Südlich vom Lake Taupō befindet sich der Tongariro Nationalpark mit den Vulkanen Ruapehu (der höchsten Erhebung der Nordinsel) und dem Mount Ngauruhoe, der als Vorlage für den Schicksalsberg in der Trilogie „Herr der Ringe“ diente. Die Tongariro Alpine Crossing ist eine 19,4 Kilometer lange Tageswanderung und gilt als eine der schönsten und beliebtesten, aber auch der anspruchsvollsten Wanderungen Neuseelands.

Achtung: In den Wintermonaten ist die Tongariro Alpine Crossing geschlossen! 

Rotorua ist eines der beliebtesten Highlights auf Neuseelands Nordinsel. Hier gibt es Geothermalquellen, die auf den pazifischen „Ring of Fire“ zurückzuführen sind. Du kannst hier einem traditionellen „Hangi“ beiwohnen, bei dem die Māori Essen zubereiten, das unter der Erdoberfläche von der Hitze des Bodens gegart wird.

Die Kleinstadt Taupō hat etwas mehr als 22.000 Einwohner und ein nettes Stadtzentrum, das sich direkt am nördlichen Ufer des Lake Taupō befindet. Hier kannst du im Sommer Wassersportarten betreiben, es gibt viele Restaurants, Geschäfte und Unterkünfte für jedes Budget. Aktivitäten bzw. Sehenswürdigkeiten gibt es in Taupō selbst kaum, die meisten Highlights befinden sich in der Umgebung. 

Der aus dem Lake Taupō entspringende Waikato River schlängelt sich nordwärts von Taupō durch eine nur 11 Meter breite Schlucht, die die Huka Falls entstehen lässt. Der Fluss ist vor der Schlucht rund 100 Meter breit und durch die Verengung entsteht hier ein beeindruckender Strom. Eine Brücke führt direkt über die Huka Falls, sodass du dir das Schauspiel aus nächster Nähe ansehen kannst. Hier schießen durchschnittlich 220.000 Liter pro Sekunde durch die Schlucht, es ist einfach atemberaubend. Rund um die Huka Falls gibt es ein großes Wegenetz für Wanderungen und Fahrradtouren. Wer sich den Wasserfall vom Wasser aus ansehen möchte, kann Bootstouren buchen, die zum unteren Teil des Waikato Rivers führen, an dem der Wasserfall aus der engen Schlucht schießt. 

Ich weiß nicht, woher es kam, aber ich habe schon viele Jahre gesagt „Wenn ich mal in Neuseeland in Taupō bin, will ich dort einen Skydive machen“. Einen anderen Ort hätte ich mir dafür nicht ausgesucht, schließlich gilt Neuseeland allgemein und Taupō im Speziellen als Skydive-Mekka. Also gesagt, getan. Wir haben uns für Taupo Tandem Skydiving entschieden, die sich selbst als „Neuseelands best Skydive Experience“ beschreiben. Wir sind aus knapp 3.660 Metern aus einem Flugzeug gesprungen, ein einmaliges Gefühl. Die Angst, das Vertrauen in deinen Tandempiloten, die Begeisterung, das Adrenalin, alles schießt dir durch den Kopf, wenn du im Flugzeug angeschnallt wirst und dich in die Tiefe stürzt. Dieses Erlebnis ist wirklich unbeschreiblich! Wir haben uns sehr sicher gefühlt und können die Firma wirklich von Herzen empfehlen. 

Tipp: Wenn du schon – wahrscheinlich einmal in deinem Leben – einen Fallschirmsprung wagst, nimm’ etwas mehr Geld in die Hand und buche den Sprung mit Video. Wir gucken uns unsere Videos so gerne an und sind froh, dieses besondere Erlebnis dokumentiert zu haben. 

Über Rotorua könnte ich wahrscheinlich einen eigenen Blogbeitrag schreiben, es gibt aber auch schon sehr viele. 😉 Also hier sind unsere Highlights: 

Das Geothermaldorf „Whakarewarewa“ ist wahrscheinlich die bekannteste Sehenswürdigkeit in Rotorua und bietet verschiedene Rundgänge und Erlebnisse. Wir sind durch die Geothermalfelder spaziert und haben uns die dampfenden Seen und Schlammtümpel angeschaut, die munter vor sich hinblubbern. Es riecht überall nach Schwefel, dampft und zischt und wir sind aus dem Staunen und Schwärmen überhaupt nicht mehr rausgekommen. 

Außerdem gibt es hier noch das Whakarewarewa Thermal Village, das du nur mit einer Führung besuchen kannst. Hier siehst du, wie die Māori seit Jahrhunderten mit den Geothermalquellen leben und kochen, außerdem kannst du einer traditionellen Māori Begrüßungszeremonie beiwohnen. 

Uns persönlich hat das Waimangu Volcanic Valley vielleicht sogar noch ein bisschen besser gefallen, als Whakarewarewa. Etwa 20-30 Minuten südlich von Rotorua hat der Vulkan Tarawera das Tal an einem einzigen Tag erschaffen: Dem 10.06.1886. An diesem Tag ist der Tarawera ausgebrochen und dabei wurde eine Tiefe Schlucht in die Erdoberfläche gerissen, in der sich das Tal befindet. Damit ist das Waimangu Tal die einzige hydrothermale Region der Welt, dessen Entstehung auf einen einzigen Tag datiert werden kann! Vorher gab es hier keine geothermalen Aktivitäten, nur grünen Wald. Der Ausbruch hat die Top Sehenswürdigkeit Rotoruas des 19. Jahrhunderts, die „Pink and white Terraces“, für immer unter seiner Asche begraben.  

Ein weniger schwefelhaltiges Erlebnis ist der Redwood Forest in Rotorua, der ein 200 Kilometer langes Wegenetz hat, das gleichermaßen bei Mountainbikern und Wanderern beliebt ist. Die Redwoods sind 1901 aus Kalifornien importierte Bäume, die eigentlich für die Möbelindustrie importiert wurden. In dieser Umgebung sind sie allerdings deutlich schneller gewachsen als in Kalifornien und waren dadurch für die Möbelindustrie unbrauchbar. Seit dem ist der Wald gewachsen und stellt ein wunderschönes Naherholungsziel dar. Du kannst außerdem die in Neuseeland endemischen Silberfarne sehen, die neben den bis zu 60 Meter hohen Redwood Bäumen wachsen. 

Ein Besuch im Polynesian Spa lohnt sich außerdem! Hier kannst du in von den Geothermalfeldern beheizten Becken sitzen, die zwischen 35 und 40 Grad warm sind. Von einigen Becken genießt du einen herrlichen Blick über den Lake Rotorua und die Umgebung, in der zwischen den grünen Bäumen auch immer wieder Dampfsäulen empor steigen. Wir waren an einem klaren Wintermorgen hier, der See lag friedlich vor uns und überall hat es gedampft, es war magisch. 

Skydive in Taupō
Huka Falls, Taupo, Neuseeland
Die Huka Falls schießen mit 220.000 Litern pro Sekunde durch eine nur 11 Meter breite Schlucht.
Orakei Korako, Neuseeland
Geothermale Aktivitäten
Rotorua, Neuseeland Nordinsel
Geothermale Aktivitäten und Māori-Kultur in Rotorua

Bay of Plenty (Tauranga, Coromandel Halbinsel)

Die fruchtbare Bay of Plenty im Norden der Nordinsel ist bekannt für grüne Farmländer, lange Sandstrände und beliebte Surferstrände. Die Region um Tauranga ist eine der sonnigsten Regionen der Nordinsel und weist selbst im Winter ein mildes Klima auf. Hier kannst du gut ein paar Tage verbringen und surfen, am Strand entspannen oder auf den Mount Maunganui wandern, um den Ausblick über die Bay of Plenty zu genießen. 

Die Coromandel Halbinsel ist eine der am dünnsten besiedelten Gebiete der Nordinsel und weniger touristisch, als z.B. Tauranga. Highlights für uns waren das Wentworth Valley und die Karangahake Gorge.

Tauranga selbst ist eine einfache Stadt ohne eigene Highlights, wir haben hier nur übernachtet, weil uns die Unterkünfte in Maunganui zu teuer waren. Wer ein höheres Budget hat, findet in Maunganui allerdings schöne Hotels und Ferienwohnungen, von denen der weite Sandstrand fußläufig zu erreichen ist. Außerdem gibt es in dem Ort, der nach dem Berg Mount Maunganui benannt ist, zahlreiche nette Restaurants und Geschäfte. Besonders bei gutem Wetter lädt eine lange Meile zum flanieren und genießen ein.

Die Besteigung des Mount Maunganui dauert etwa eine Stunde und bietet eine wunderschöne Aussicht über die Stadt, den Hafen und die Bay of Plenty. 

Wir haben für unsere Zeit auf der Coromandel Halbinsel zwei verschiedene Unterkünfte gewählt, was ich sehr empfehlen kann. Zunächst haben wir in Waihi übernachtet und von dort das Wentworth Valley und die Karangahake Gorge besucht, beides wunderschöne Wanderungen. 

Anschließend waren wir in Thames, von dort aus kann man den Kaueranga Kauri Trail zu der Hütte „The Pinnacles“ wandern. Während unserem Besuch im Juni/Juli 2023 war die Zufahrtsstraße nach Starkregen beschädigt und gesperrt, daher konnten wir die Wanderung leider nicht machen. Der Wald gilt übrigens als ältester Wald der Welt! Ansonsten können wir einen Aufenthalt in Thames nicht empfehlen, mehr Highlights gibt es nicht. 

Weiter im Norden der Coromandel Halbinsel sind an der Ostküste die Orte Whangamatā und Whitianga sehenswert. Whangamatā ist ein schöner Surferort, hat einige nette Geschäfte, viele Ferienhäuser und ist auch bei den Kiwis sehr beliebt. Von Wihitianga aus kannst du die berühmte Cathedral Cove (Drehort der Chroniken von Narnia) und den Hot Water Beach erkunden. Bei unserem Besuch war auch die Cathedral Cove aufgrund von Straßenschäden nach Starkregen nicht zugänglich. Daher sind wir nicht in den Norden der Coromandel Halbinsel gefahren.

Blick auf die Bay of Plenty vom Mount Maunganui aus
Karangahake Gorge, Coromandel, Neuseeland
Wasserfall in der Karangahake Schlucht, Coromandel Halbinsel

FAZIT: Neuseeland Nordinsel Roadtrip

Wie wir die Nordinsel Neuseelands so insgesamt fanden, darüber muss ich nicht lange nachdenken! Es ist wohl kaum überraschend, dass wir es einfach geliebt haben! Die Nordinsel Neuseelands hat so viele eigene Highlights, dass wir es keine Sekunde bereut haben, nur die Nordinsel zu bereisen. Klar, mit mehr Zeit und zu einer anderen Jahreszeit wären wir bestimmt auf die Südinsel gefahren und hätten gerne die gewaltigen Fjorde und Berge gesehen! Neuseeland ist ein tolles Land mit netten Menschen, einer atemberaubenden Natur und einzigartigen Kultur. Wenn es nur nicht so weit von Zuhause weg wäre … würden wir sicherlich öfter mal hierher reisen. 🙂 Aber das macht den Reiz des Landes eben auch aus. Wir würden auf jeden Fall irgendwann gerne noch einmal wieder kommen und die Südinsel Neuseelands bereisen. 

Thank you NZ, we love you!

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