Mit dem Backpack durch PERU

Peru – das erste südamerikanische Land, das ich mit dem Backpack bereist habe. Und ich muss sagen: Es ist ein wunderbares Einsteigerland für Südamerika. Der Machu Picchu lockt jährlich so viele Touristen an, dass das ganze Land mittlerweile eine gute touristische Infrastruktur hat. Allerdings: Ohne Spanisch kommst Du nicht weit! Das ist in Südamerika wirklich ein Muss! Das Essen auf spanisch bestellen oder sich nach dem nächsten Bus erkundigen zu können, sollte auf jeden Fall drin sein! 😉

Ich habe mich in Peru sehr wohlgefühlt und kann dir dieses wunderschöne Land wärmstens ans Herz legen. Nun – tauhen wir ein in drei erlebnisreiche Wochen durch den beeindruckenden Andenstaat.

Backpacking in Peru: Route für 3 Wochen

Lima – Paracas – Nazca – Arequipa – Colca Canyon – Cusco – Ollantaytambo – Inka Trail – Machu Picchu – Puno – Lago Titicaca – La Paz/Bolivien

Anreise nach Peru

Ab Deutschland gibt es viele Verbindungen mit der LATAM mit Umstieg in Madrid. Die Anreise ab Frankfurt hat ca. 21 Stunden gedauert, inklusive Zugfahrt von Köln nach Frankfurt und Taxi vom Flughafen zum Hotel. Achtung bei der Taxi-Wahl! In der Ankunftshalle wirst Du von unzähligen Taxifahrern „belagert“, die dir alle versichern, dass sie die günstigste und sicherste Fahrt anbieten. Schau‘ ganz genau hin, ob es sich wirklich um einen sicheren Taxi-Anbieter handelt, damit du gut von A nach B kommst! Wie Du das am besten erkennst? In der Regel haben die Taxen ein Schild auf dem Dach und die Telefonnummer des Unternehmens ist aufgedruckt. Und noch ein wichtiger Tipp: Verhandle den Preis, bevor die Fahrt los geht, andernfalls kann Dich am Ende der Fahrt eine teure Überraschung erwarten. 

Einreise nach Peru

Für Deutsche Staatsbürger ist die Einreise unkompliziert, Du benötigst einen Reisepass, aber kein Visum, jedenfalls nicht bei einem Aufenthalt unter 90 Tagen.  (Stand: November 2019, aktuelle Infos findest du hier: https://www.auswaertiges-amt.de/de). Im Flugzeug bereits wurden auszufüllende Einreisekarten ausgeteilt, die bei der Immigration zusammen mit dem Pass vorgezeigt werden müssen. Danach gibt es einen Einreisestempel und los geht das Abenteuer! 

Transport vor Ort in Peru

Am besten bewegt man sich in Peru mit dem Bus. Es gibt unzählige Busanbieter, hier sollte man sich vorher schlau machen. Ich empfehle Dir, im Hostel an der Rezeption oder andere Reisende zu fragen, die können Dir sagen, welche Busunternehmen gut bewertet und sicher sind. Es gibt inzwischen (Stichwort „touristische Infrastruktur“) viele komfortable Busunternehmen mit breiten Sitzen, die verstellbar sind. Oft sind in der oberen Etage sogar nur drei Sitze nebeneinander. Wir sind viel mit „Tour Peru“ unterwegs gewesen. Von Nachtbusfahrten wird allgemein oft abgeraten, ich habe auf mein Reiseglück vertraut und es trotzdem gemacht – ohne Probleme! Auch hier gilt: Augen auf bei der Anbieterwahl. Inlandsflüge sind in Peru ziemlich teuer, wir haben daher darauf verzichtet. Wer lieber auf Nummer sicher gehen oder bei weiteren Strecken Zeit sparen möchte, fliegt in der Regel mit Latam (international), Viva Air Peru (international), Star Peru (national) oder Peruvian Airlines (national). 

Reisezeit unserer Backpacking Reise durch Peru

Wir waren im September in Peru, in kurzer Hose waren wir nur an der Küste unterwegs, da hatten wir ca. 25 Grad. Sobald es in die Anden geht, wird es frisch, besonders nachts. Mit dicken Socken, Jacken und Mütze waren wir auf jeden Fall gut ausgestattet. Für die kalten Nächte hatte ich einen Reiseschlafsack dabei, der sehr leicht ist und daher optimal für eine Reise mit dem Backpack geeignet ist. In den Anden darf dieser auf keinen Fall fehlen!

Peru Rundreise Tag 1: Lima

Ich hatte nur einen Tag in Lima, das hat mir vollkommen ausgereicht. Unser Hostel (Hotal Gemina) liegt im Stadtteil Barranco, ein sicherer Stadtteil mit vieeel schöner Street Art!

Wer über Peru liest, der liest unweigerlich auch über Lima. Ich muss sagen, mich hat Lima nicht wirklich überzeugt. Kein schöner Strand, weite Wege, laut, dreckig. Es gibt einige Sehenswürdigkeiten in Lima, man hat aber nichts verpasst, wenn man sie auslässt. Da kommen noch wesentlich spannendere Attraktionen, je tiefer Du ins Land eintauchst!

Streetart in Lima, Peru

Peru Rundreise Tag 2: Paracas

Mit dem Bus ging es nun die Küste südwärts nach Paracas. Paracas hat uns als Zwischenstopp gedient, wir sind am frühen Abend angekommen und am nächsten Morgen weitergefahren. Paracas hat einen kleinen Fischerhafen, an der Promenade kann man sehr leckeren Fisch essen, zum Beispiel die peruanische Spezialität „Ceviche“ (roher Fisch mariniert mit Zitronensaft und peruanischen Gewürzen). Ich gebe zu, der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig – probieren solltest Du auf jeden Fall! Dazu das Nationalgetränk, Pisco Sour, spätestens dann merkst Du: der Urlaub hat begonnen.

Sonnenuntergang in Paracas, Peru
Sonnenuntergang am Strand von Paracas an der Küste Perus

Peru Rundreise Tag 3: Paracas - Huacachina - Nazca

Am frühen Morgen haben wir eine Bootstour zu den Ballestas-Inseln gemacht, eine vorgelagerte Inselkette, auf der hunderte Vögel, Pinguine und Seelöwen leben. Die Tiere aus der Nähe in freier Wildbahn beobachten zu können, ist wirklich toll.

Was nicht so toll war (dabei soll es ja wohl Glück bringen) war der Vogel-„Glücksbringer“, der auf meinem Kopf gelandet ist… Naja, ich habe es mit Humor genommen. 🙂

Ballestas-Inseln, Peru
Islas Ballestas vor der Küste von Paracas, Peru

Von Paracas sind wir mit dem Bus nach Huacachina gefahren, wo wir in einer wunderschönen Oase zu Mittag gegessen haben. Hier gibt es gute Gelegenheit zum Dünen-Sandboarding!

Das Dünen-Sandboarding ist eines der Highlights in Huacachina, wir haben diese coole Aktivität aber in Nazca erlebt.

Weiter ging es mittags in Richtung Nazca, eines meiner persönlichen Highlights in Peru. Nazca an sich ist eine Wüstenstadt direkt an der Panamericana, eine Schnellstraße, die mit kleinen Unterbrechungen im Wesentlichen vom südlichsten Punkt Südamerikas bis nach Alaska führt. 

Warum ist Nazca so besonders? In der Nähe von Nazca erstrecken sich Kilometerweit mystische, riesige Bodenzeichnungen, deren Ausmaß erst aus der Luft so richtig deutlich wird. Den Sonnenuntergang konnten wir von einem Aussichtsturm genießen, der nichts für schwache Nerven ist! Wer sich aber hoch traut, wird mit einem atemberaubenden Blick über die Panamericana und die Nazca-Linien belohnt.

Peru Rundreise Tag 4: Nazca​

Früh morgens ging der Wecker und wir sind los zum Flughafen von Nazca. In einer kleinen 4-Pax Cessna ging es dann hoch in die Lüfte, um die Nazca-Linien von oben bewundern zu können. Ich hatte vorher bereits viel über die Nazca-Kultur gelesen und dementsprechend groß war die Vorfreude. Das Gebiet der Nazca-Linien ist riesig und wirklich unfassbar trocken, man kann die jahrtausende alten Zeichnungen perfekt erkennen.

Unzählige Theorien gibt es zu den mystischen Linien und doch kann man nicht mit Gewissheit sagen, wieso die Nazca diese Linien und Zeichnungen gemacht haben. Man geht heute davon aus, dass sie in großen Prozessionen die Erde in den Zeichnungen platt getreten und so die Muster gefestigt haben. Ein Erklärungsansatz, der mir sehr logisch erscheint ist, dass diese Zeichnungen zu Ehren der Wassergötter angelegt wurden, mit der flehenden Bitte um Regen.

Nach dem Rundflug am Morgen ging es spaßig weiter, mit einer Fahrt durch die Sanddünen. Nicht nur die Fahrt mit dem „Dünenbuggy“ war sehr lustig, gekrönt wurde der Tag vom Sanddünen-Boarding beim Sonnenuntergang.

Peru Rundreise Tag 5: Nazca - Arequipa​​

Nach neun Stunden Nachtbus sind wir in Arequipa angekommen, erstaunlich erholt! Einzig allein die Blase drückt – die Toilette im Bus war kaputt…Willkommen in Südamerika! 😉 

Arequipa ist, nach Cusco, meiner Meinung nach die zweitschönste Stadt in Peru. Vor malerischer Kulisse findest Du die wunderschöne Plaza de Armas im Zentrum der Stadt mit einer beeindruckenden Kathedrale, netten Bars und Cafés. Majestätisch thront der aktive Vulkan Misti (rund 5.800 m ü.d.M.) über der Stadt, er ist das Wahrzeichen Arequipas. Er ist das letzte Mal 1985 ausgebrochen. Arequipa selbst liegt nur auf ca. 2.400 m ü.d.M, von der Höhe habe ich hier noch nichts gemerkt. 

Mein Tipp für Arequipa: Vom Dach des Katari Hotels Arequipa hat man einen wunderschönen Blick über die Plaza de Armas, die Kathedrale und den Misti. Bei einem kalten Getränk lässt sich der Ausblick wunderbar genießen.

Peru Rundreise Tag 6: Arequipa - Chivay​​​

Eindrucksvoll zu spüren bekam ich die Höhe am nächsten Tag. Weiter ging es ins Landesinnere, nach Chivay. Nachdem unser Bus sich in etlichen Serpentinen einmal um den Vulkan Misti geschlängelt hatte, waren wir das erste Mal auf knapp 4.000 Metern Höhe angekommen. Da muss der Körper sich erst einmal dran gewöhnen.

Unterwegs haben wir eine Herde von Alpacas und Lamas getroffen, wir hatten die Gelegenheit, lustige Fotos mit den entspannten Tieren zu machen – ein weiteres Highlight!

Peru Rundreise Tag 7: Colca Canyon

Nach einer kalten und kurzen Nacht mit heftigen Kopfschmerzen sind wir zum Colca Canyon gefahren. Der Colca Canyon ist mit rund 1.200 Metern Tiefe der dritttiefste Canyon der Welt, beeindruckende Ausblicke sind hier garantiert! Aufgrund der besonderen Thermik des Canyons sind hier in den Morgenstunden Kondore zu sehen, die in langen Bahnen ihre Kreise drehen.

Vorher hatte ich von dem Stopp nicht viel erwartet, muss aber zugeben, die riesigen Kondore in freier Wildbahn zu beobachten, ist wirklich ein einmaliges Erlebnis, das ich nicht missen möchte! Kondore können eine beeindruckende Flügelspannweite von über drei Metern erreichen und sind, besonders vor dem Hintergrund des Colca Canyons, sehr majestätisch anzusehen. Da bekam das Lied „El Condor pasa“ für mich eine ganz neue Bedeutung. 😉

Auch, wenn die zwei Tage aufgrund des drastischen Höhenunterschieds von Arequipa bis Chivay sehr anstrengend waren, so habe ich sie doch sehr genossen und bin dankbar, an diesem einsamen Fleckchen Erde gewesen zu sein. Zurück in Arequipa bin ich um 20:00 Uhr hundemüde ins Bett gefallen.

Peru Rundreise Tag 8: Arequipa

Nach einem entspannten Tag in Arequipa mit Kaffee trinken und lecker essen hieß es erneut: Auf in den Nachtbus! Auf nach Cuszo

Peru Rundreise Tag 9: Cuzco

Die Aufregung vor dem Inka Trail stieg, so aber auch die Vorfreude. Bevor es aber in Richtung Machu Picchu los ging, hatten wir noch Zeit für Erkundungen in Cuszco. Obwohl Cuzco überwiegend als Ausgangspunkt für Touren zum Machu Picchu bekannt ist, solltest du die schöne Stadt nicht unterschätzen. Neben spannenden kulturellen Highlights wie z. B. den Ruinen Sacsayhuamán oder der Kathedrale von Cuzco gibt es einen bunten Markt, ein lebendiges Nachtleben und gute Restaurants. Klicke hier für meine Top 8 Sehenswürdigkeiten in Cuzco.  

Peru Rundreise Tag 10: Cuzco/Rainbow Mountain

Zur Einstimmung auf die große Wanderung zum Machu Picchu haben wir eine Wanderung zum Rainbow Mountain gemacht. Inzwischen mit einer Höhe von gut 4000 Metern ü.d.M vertraut, ging es heute sogar bis auf 5000 Höhenmeter. Hier habe ich am eigenen Leibe erlebt, was „auf dem letzten Loch pfeifen“ bedeutet… Da pocht das Herz wirklich bis zum Anschlag! Die Anstrengung wird mit einem atemberaubenden Blick über die Andengipfel und den Rainbow Mountain belohnt, versprochen!

In Cuzco gibt es zahlreiche Tourenanbieter zum Rainbow Mountain, für Naturliebhaber und Adrenalinjunkies ist der Ausflug in meinen Augen ein absolutes Muss.

Mein Tipp: Augen auf bei der Anbieterwahl! Wähle einen Anbieter, bei dem die Tour schon früh morgens beginnt. Wir sind um 4:30 Uhr in Cuzco los gefahren und waren vor den großen Touristenströmen schon oben. Bei der Anstrengung hätte ich mich geärgert, wenn wir mit vielen Touristen erst oben angekommen wären und dann zu erfahren, dass es auch frühere Touren gibt.

Peru Rundreise Tag 11: Ollantaytambo

Ollantaytambo, im heiligen Urubamba-Tal ist ein schönes, kleines Dorf, das hauptsächlich zur Zwischenübernachtung in Richtung Machu Picchu genutzt wird. Es ist etwas verschlafen und eingebettet in riesige Bergketten und eine wunderbare Einstimmung, bevor man auf den Pfaden des Inka Trails unterwegs sein wird.

Die letzte Nacht im richtigen Bett stand an, bevor es für vier Tage in die Bergwelt zum Zelten ging. In Ollantaytambo haben wir uns mit jeder Menge Fitnessriegeln, Sportdrinks, Regencapes und Wanderstöcken eingedeckt. Es gibt im Zentrum viele kleine Shops, in denen man Utensilien für den Inka Trail erwerben kann, und ich muss sagen, das macht auch wirklich Sinn.

Einfahrt ins "Valle Sagrado"
Ollantaytambo, Peru
Ollantaytambo

Peru Rundreise Tag 12 - 14: Inka Trail

Am frühen Morgen wurden wir im Hostel abgeholt und zum Startpunkt des Inka Trails, zum Kilometer 82 am Urubamba Fluss gebracht. Ich war so aufgeregt, wie nie zuvor. „Werde ich das schaffen?“ „Was, wenn ich langsamer bin, als der Rest der Gruppe?“ „Was, wenn ich mich verletzte?“ Fragen über Fragen haben mich gequält. Ich kann Dir sagen: Wenn Du den ersten Schritt machst, denkst Du da nicht mehr drüber nach. Der Inka Trail war sportlich (und wahrscheinlich auch mental) die größte Herausforderung, die ich jemals bewältigt habe. Das Gefühl danach, wenn Du es geschafft hast, ist einfach unbeschreiblich. Endlich am Machu Picchu zu stehen nach der ganzen Anstrengung ist ein wahnsinnig erleichterndes Gefühl. 

Meinen ausführlichen Blogpost zum Inka Trail habe ich dir auch verlinkt!

Peru Rundreise Tag 15: Machu Picchu

Der Morgen begann für uns um 3:30 Uhr im letzten Camp. In Windeseile und voller Vorfreude machten wir uns auf in Richtung Sonnentor, wo wir um 6:00 Uhr ankamen. Mit lauter anderen Wanderern erlebten wir dann die große Ernüchterung: Vom Sonnentor aus, von wo man eigentlich die ganze Stadt sehen kann, konnte man gerade mal 5 Meter weit sehen, so dicht hing der Nebel im Tal. Anfangs konnten wir noch darüber lachen – allgemein machte sich aber große Enttäuschung breit.

Nach gut einer Stunde hatte sich der Nebel freundlicherweise verzogen und wir konnten die Inka-Stadt dann in vollen Zügen genießen. Mit dem Nebel war auch der Ärger vom Morgen gewichen und wir entdeckten den heiligen Berg auf eigene Faust.

Und dann standen wir am Machu Picchu. Weltkulturerbe, sagenumwoben, atemberaubend. So viel hatte ich vorher über die verlassene Inka-Stadt gelesen.

Viel zum Machu Picchu möchte ich gar nicht sagen – das kann jeder Reiseführer besser. 😉 Lassen wir die Bilder für sich sprechen.

Nach der knapp fünfstündigen Rückreise nach Cuzco hieß es erst einmal: Duschen! Danach bin ich hundemüde, aber unfassbar stolz und glücklich ins Bett gefallen.

Peru Rundreise Tag 16: Cuzco

Ein weiterer Tag in Cuzco diente der Entspannung. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Jack’s Café haben wir uns eine Massage gegönnt und ein paar Souvenirs geshoppt. Abends waren wir lecker essen im Restaurant Morena, sehr empfehlenswert!

Peru Rundreise Tag 17: Cuzco - Puno

Mal wieder stand eine längere Busfahrt an, 7 Stunden bis Puno. Puno, auf rund 3.800 Metern ü.d.M. liegt direkt am Titicacasee, dem nächsten Ziel unserer Reise. Den Abend haben wir (ob man es glaubt, oder nicht) bei einem kleinen Italiener verbracht. Nach rund drei Wochen Kartoffeln und Reis ist eine Portion Nudeln eine richtige Wohltat! Essen kann man in Puno gut auf der Avenida Lima, die geht vom Plaza de Armas in Puno ab, auf dem die Kathedrale von Puno steht.

Kathedrale von Puno

Peru Rundreise Tag 18: Lago Titicaca

Heute sind wir den ganzen Tag auf dem höchsten schiffbaren See der Welt unterwegs gewesen. Der Titicacasee ist riesig, zeitweise konnte man das Ufer gar nicht mehr sehen. Bei Sonnenschein konnten wir endlich mal wieder im T-Shirt an Deck sitzen, nach den letzten Wochen in den kalten Anden eine angenehme Abwechslung. Lang hielt diese allerdings nicht an, sobald die Sonne hinter den Horizont gesunken war, wurde es wieder kalt.

Wir haben die traditionellen Uro-Dörfer besucht, schwimmende Dörfer errichtet auf Schilf-Inseln. Eine sehr touristische Veranstaltung, alle Gäste bekamen traditionelle Gewänder angezogen und es wurde gesungen. Nett, aber wenig authentisch.

Die Nacht haben wir in einer ganz besonderen Unterkunft verbracht, und zwar als Homestay beim Bauern Jesus und seiner Frau Caterina. Die beiden leben in sehr einfachen Verhältnissen. Ein kleiner Raum mit Kochecke und Sitzgelegenheit, ein kleiner Raum zum Schlafen und noch ein Gästezimmer.

Es war toll, zu sehen, wie einfach die Leute am Titicacasee leben, wir haben mit ihnen in der Stube zu Abend gegessen (Reis mit Kartoffeln), und mit unseren rudimentären Spanisch-Kenntnissen ein wenig unterhalten.

Lago Titicaca, Peru
Schafe am Titicacasee, Peru

Peru Rundreise Tag 19: Lago Titicaca - Puno

Nach dem Sonnenaufgang haben wir mit Jesus die Schafe auf die Weide gebracht und haben eine kleine Kajak-Tour auf dem Titicacasee gemacht.

Anschließend ging es per Boot zurück in Richtung Puno, nicht, ohne einmal in den See zu springen – wer kann schon sagen „Ich bin mal im Titicacasee schwimmen gewesen!“? Es waren zwar nur ungefähr 15 Sekunden, die ich im Wasser war, es war wirklich unfassbar kalt. Aber das Ergebnis zählt, oder? 😉

Morgenstimmung am Titicacasee

Peru Rundreise Tag 20: Puno - La Paz (Bolivien)

Der letzte Tag in Peru neigt sich dem Ende, es geht über die Grenze nach Bolivien, in Richtung La Paz.

Die Wochen in Peru waren so ereignisreich, dass es schwerfällt, sich an alle Ausflüge und Momente zu erinnern. Das Land hat mich in seinen Bann gezogen, und jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, habe ich ein Lächeln auf den Lippen. An diese Reise werde ich mich immer gerne erinnern.

Meine Zeit in Südamerika war an dieser Stelle aber noch nicht um! Drei weitere spannende Wochen in Bolivien lagen vor uns, die die Erlebnisse in Peru teilweise sogar noch toppen sollten. Neugierig?

Hier geht es zu meinem Reisebericht durch Bolivien!

Dir gefällt mein Reisebericht? Teile ihn gern! 

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