Singapur Stopover: Zwei Tage in der modernsten Stadt unserer Weltreise 

Singapur ist sicherlich fast jedem ein Begriff und sofort erscheint vor dem inneren Auge das Bild des Marina Bay Sands Hotels, dessen Dach einem Schiff nachempfunden ist, das von drei riesigen Säulen getragen wird. Wer eine längere Reise durch Asien plant oder einen Zwischenstopp zwischen Europa und Australien hat, wird sehr wahrscheinlich irgendwann in Singapur landen. Und so hat es auch uns für zwei Tage hierher verschlagen, da der günstigste Flug von Sydney nach Asien nach Singapur ging. 

Wie wir später in Jakarta festgestellt haben, ist Singapur keine typische asiatische Großstadt, hier ist es vergleichsweise sauber und es geht weniger chaotisch zu. Singapur hat ein sehr gut ausgebautes Metro-System, moderne Gebäude und viele Grünflächen. So, los geht es mit unseren Singapur-Erfahrungen. 🙂 

Die Welt rund um die Marina

Die künstlich errichtete Marina, das Hafengebiet vor dem Marina Bay Sands Hotel, wird umsäumt von modernen Gebäuden, deren Fassaden fast allesamt aus Glas bestehen. Ein Luxus-Shoppingzentrum darf hier natürlich nicht fehlen. Generell haben wir die Gegend als recht leblos empfunden, da sich das Leben hier überwiegend in den klimatisierten Gebäuden abspielt. So ähnlich stellen wir uns auch Dubai oder Abu Dhabi vor. 

Tipp: Den besten Blick auf die Marina genießt du von der Helix-Brücke, die der menschlichen DNA nachempfunden ist. Ein weiteres beliebtes Fotomotiv ist der Merlion, eine Mischung aus „Mermaid“ und „Lion“. 

Marina Bay Sands Hotel, Singapur
Blick von der Helix Brücke über die Marina

Gardens by the Bay

Durch das Marina Bay Sands sind wir zu den Gardens by the Bay gelangt. Die ebenfalls künstlich angelegte Grünanlage ist mit den aus Stahl errichteten „Supertrees“ nicht nur eine typische Sehenswürdigkeit Singapurs, sondern dient auch zur Abfallaufbereitung und Erzeugung von grünem Strom. Ein echt zukunftsweisendes Projekt, das uns positiv überrascht hat! Zwischen den Supertrees führt eine Brücke entlang, von der du einen herrlichen Blick über die Gardens by the Bay, das Marina Bay Sands Hotel und das Meer genießt (Eintritt: 12 Singapur-Dollar pP, ca. 9 Euro pP). 

Außerdem gibt es hier den „Flower-Dome“ und den „Cloudforest-Dome“, in deren Innerem eine bunte und artenreiche Pflanzenwelt auf dich wartet. Da wir während unserer Weltreise bereits so viele Regenwälder gesehen haben, haben wir uns die 35 SGD p.P. gespart. 

Die Lichtershow am Abend war mein persönliches Singapur-Highlight! Auf dem vom Tag gewärmten Boden zu liegen, den Blick in den vom Sonnenuntergang lila gefärbten Himmel zu richten und ein paar Lichter an den Supertrees blinken zu sehen, war schon schön. Als im dunklen die eigentliche Lichtshow begann, war ich allerdings total überwältigt! Es lohnt sich auf jeden Fall, eine der Shows abzuwarten und danach erst wieder in die Stadt zu fahren. 

Die Lichtershow in den Gardens by the Bay findet täglich um 19:45 Uhr und 20:45 Uhr statt und dauert etwa 15 Minuten. Der Eintritt ist kostenfrei. 

Skywalk in den Gardens by the Bay, Singapur
Skywalk zwischen den Supertrees, Gardens by the bay
Gardens by the Bay, Singapur
Mein Singapur-Highlight: Lichtershow in den Gardens by the bay

Authentisches Singapur: Die "Suburbs"

Authentischer als an der künstlich angelegten Marina geht es in den „Suburbs“ Singapurs zu: Singapur ist ein „Melting Pot„, hier leben und arbeiten Menschen aus aller Welt und so haben sich einige besondere Viertel entwickelt. Hier sind wir in die kulturelle Vielfalt von Little India, Little Arabia und Chinatown eingetaucht. Bunt und lebendig sind die Viertel: Geschäfte und Restaurants reihen sich aneinander und es tummeln sich gleichermaßen Einheimische wie Reisende in den Straßen. Es gibt Einkaufszentren, in denen Dinge für den täglichen Bedarf erworben werden können, ebenso wie Kleidung und günstiges lokales Essen. 

Little India

Das Zentrum von Little India stellt die Serangoon Road dar, entlang derer sich zahlreiche Geschäfte und Restaurants aneinander reihen. Wenn du von der Bahnstation „Little India“ die Serangoon Road hinab läufst, wirst du nach einigen hundert Metern auf der linken Seite den hinduistischen Tempel „Sri Veeramakaliamman“ finden. Vor dem Eingang befindet sich eine Box mit Umhängen und so kann der Tempel besichtigt werden. Ursprünglich wurde er 1855 als Schrein errichtet und 1881 zum Tempel erweitert. Uns hat der Tempel sehr gut gefallen und er ist in unseren Augen auf jeden Fall einen Besuch wert.

Little India ist außerdem bekannt für tolle Streetart – deswegen lohnt es sich, auch mal links und rechts von der Serangoon Road abzubiegen und in das bunte Treiben des Viertels einzutauchen. 

Sri Veeramakaliamman Tempel, Singapur
Ornamente auf dem Sri Veeramakaliamman Tempel
Streetart in Little India, Singapur
Street Art in Little India
Streetart in Little India, Singapur
Street Art in Little India

Little Arabia

Nur etwa eine Viertelstunde Fußweg von Little India entfernt befindet sich Little Arabia. Zentrum des Viertels ist die Moschee „Masjid Sultan“ mit ihrer auffälligen goldenen Kuppel. Auch hier gibt es am Eingang Umhänge, mit denen die Moschee betreten werden kann. Für uns war es das erste Mal, dass wir eine Moschee von Innen gesehen haben und dieser Eindruck hat uns sehr gut gefallen. Außerdem gibt es Informationstafeln zum muslimischen Glauben und zu den Gebetspraktiken. Rund um die Moschee befinden sich einige Restaurants und Souvenirläden, etwas untouristischer geht es in den Straßen „Arab Street“ und „Haji Lane“ zu, hier findest du schöne Streetart und normale Geschäfte. Diese beiden Straßen solltest du dir auf deinem Singapur Besuch in Little Arabia auf keinen Fall entgehen lassen.

Little Arabia, Singapur

Essen in Singapur

In unserem Hostel in Singapur sagte uns eine Reisende bei unserer Ankunft „Günstig Essen könnt ihr hier vergessen! Die Restaurants sind alle so teuer und Straßenstände gibt es nicht“. Wir konnten das gar nicht so recht glauben, schließlich hatten wir im Vorhinein schon fleißig recherchiert. 

Und hier kommen unsere Good News: Auch im (im Vergleich zu Asien) teuren Singapur kann man günstig essen! 

Auf der Serangoon Road in Little India zum Beispiel gibt es einige Streetfood-Stände sowie (auch rein vegetarische) Restaurants, in denen man günstig und lecker essen kann. 

An der Bahnstation „Rochor“ befindet sich ein Einkaufszentrum (Sim Lim Square), in dem sich im 2. Stock Tims Singapur-Lieblingsrestaurant „Three Meals a Day befindet. Ich glaube, er hätte morgens, mittags und abends das butter chicken essen können, der Name ist also Programm! 🙂 Hier findest du den Laden bei Google Maps.

Besonders erwähnenswert sind außerdem die „Hawker Centres“ in Singapur: Hierbei handelt es sich ebenfalls um Streetfood-Stände bzw. kleinere Restaurants, die gewissen Hygienestandards entsprechen. Hier kannst du gut und günstig essen und das mit einem guten Gefühl, dass die Töpfe/Geschirr etc. gut abgespült sind. 😉 Wir waren im Market Street Hacker Centre sehr lecker essen und haben unter 3€ für unsere Mahlzeit bezahlt.

In ganz Singapur findet man immer wieder kleinere Malls mit Foodcourts, die günstiges (meist lokales) Essen anbieten. Es muss also nicht immer teuer sein!

Transport vor Ort in Singapur

Das Metro-Netz von Singapur ist hervorragend ausgebaut. Die Züge fahren im 5-Minutentakt und die Bezahlung läuft ganz bequem über die Kreditkarte. An jeder Bahnstation gibt es Schranken, die entweder mit einem am Automaten gekauften Ticket, einer Monatskarte oder der Kreditkarte bedient werden können. Wir sind zwar auch viel zu Fuß unterwegs gewesen, aber die Distanzen zwischen den einzelnen Vierteln sind nicht zu unterschätzen. 

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