Weltreise-Blog #3: 3 Wochen Weltreise

Heute vor drei  Wochen hat unsere Weltreise begonnen, wie die Zeit vergeht… Einerseits kommt es mir vor, wie drei Tage, andererseits wie drei Monate. 😀 In einem normalen Urlaub wäre jetzt so langsam die Zeit, wieder zuhause anzukommen und den Alltag wieder aufzunehmen. Dass wir so lange reisen werden, haben wir immer noch nicht realisiert, das kommt wahrscheinlich erst in ein paar Wochen. Den Jetlag und die Umstellung auf tropische Temperaturen haben wir mittlerweile überwunden und genießen unser derzeitiges Leben in vollen Zügen. 

Was haben wir bisher erlebt?

Zunächst haben wir uns ab der Landeshauptstadt San José, die sehr zentral in Costa Rica gelegen ist, in den Westen des Landes, an die Pazifikküste bewegt. Dort haben wir Quepos und Uvita erkundet und sind über Puntarenas nach Monteverde gefahren. 

Unsere ersten Wochen in Costa Ricas Westen

All diese Wege haben wir mit öffentlichen Bussen zurückgelegt und mit ein bisschen Stolz kann ich sagen, dass wir noch kein einziges Taxi genommen haben. Das bedeutet, dass wir seeehr viel  mit unseren Backpacks auf den Schultern gelaufen sind. Meine Spanisch-Kenntnisse helfen uns schon, da  überraschend viele „Ticos“ wenig bis gar kein englisch sprechen. Zur Not kriegt man aber auch mit  Händen und Füßen die Fragen beantwortet. 🙂 

In Puntarenas sind wir an Bord des Kreuzfahrtschiffes MS Amera gegangen und in vier Tagen durch Panama an die Ostküste Costa Ricas gefahren, wo wir heute angekommen sind. 

Highlight unserer kurzen Kreuzfahrt war nicht nur der Panama-Kanal, sondern auch der Luxus, sich mal vier Tage um nichts kümmern zu müssen und sich nicht nur von Reis mit Soße zu ernähren. 😉 

Unsere Highlights in 3 Wochen Weltreise

Völlig unerwartet, schließlich hatten wir in Uvita eine Schnorchel-Tour gebucht, haben wir eine Buckelwal-Mutter mit ihrem Kalb gesehen. Als es auf dem Rückweg unseres Ausflugs hieß „so, Sicherheitswesten an …. Wal….“ wussten wir erst nicht, was uns unser Guide sagen wollte, schließlich war die Walsaison eigentlich schon vorüber. Als das Boot kurze Zeit später langsamer wurde und er begann, die Wasseroberfläche abzusuchen, begriffen wir. Wir konnten unseren Augen kaum trauen, hatten Gänsehaut und alle riefen aufgeregt durcheinander. Das Wal-Junge war sehr neugierig, winkte uns mit den Flossen und sprang bestimmt 6 – 7 Mal aus dem Wasser. Glücklicherweise konnte ich ein paar dieser einzigartigen Momente für uns festhalten:

Buckelwal in Uvita, Costa Rica
Buckelwal in Uvita
Buckelwal in Uvita, Costa Rica

Ein weiteres, ebenfalls unerwartetes Highlight erlebten wir in Panama-City. Aus verschiedenen Gründen waren wir an dem Tag an Bord geblieben und haben die Stadt daher nur aus der Ferne begutachten können. Dass die Hauptstadt Panamas eine derart beeindruckende Skyline hat, war uns vor unserer Weltreise nicht klar – umso beeindruckender war es. Als abends langsam die Sonne (in einem malerischen Sonnenuntergang) verschwand, schien die Stadt zum Leben zu erwachen. Die zahlreichen Wolkenkratzer begannen zu leuchten und wir konnten das Spektakel direkt beobachten. 

Skyline von Panama-City in der Dämmerung

Auch der 82 Kilometer lange Panama-Kanal mit seinen drei großen Schleusen, einem riesigen Süßwassersee und zahlreichen Frachtschiffen hat uns sehr beeindruckt. Welch eine Meisterleistung hier von zahlreichen Menschen vollbracht wurde! Durch die Eröffnung des Kanals 1914 wurde der weltweite Schiffsverkehr revolutioniert – die lange und gefährliche Reise um Südamerikas Kap Hoorn konnte deutlich vereinfacht und verkürzt werden.

Für die Schaffung des Kanals wurde der Rio Chagres in den künstlich angelegten See „Gatún“ umgeleitet, auf dessen Niveau drei riesige Schleusen die Schiffe befördern. Besonders schön war es zu erfahren, dass der Eingriff des Menschen in die Natur an dieser Stelle ausnahmsweise mal keine negativen Folgen hatte: Im Gatún-See gibt es eine unglaubliche Artenvielfalt (z.B. Krokodile, Affen, Vögel) und Brutplätze für Zugvögel zwischen Süd- und Nordamerika. 

Panama-Kanal

Zu guter letzt möchte ich noch zwei Faultiere erwähnen, die wir heute am Strand von Cahuita gesehen haben – ganz ohne Nationalpark! Die Tiere sind wirklich wahnsinnig gut getarnt und da sie zwischen 16 und 20 Stunden pro Tag schlafen, fallen sie auch nicht durch schnelle Bewegungen auf. 😉 Wir wurden am Strand auf die Tiere aufmerksam gemacht und haben uns riesig gefreut, gleich am Anfang unserer Weltreise Faultiere zu sehen! 

Faultier am Strand in Cahuita

Wie geht es jetzt weiter?

Bei dem Gedanken, dass wir noch über vier Wochen in Zentralamerika unterwegs sein werden, muss ich lächeln. Wir haben bereits so viel erlebt, tolle Menschen kennengelernt und sind über uns selbst hinausgewachsen. 

Die nächsten Tage bleiben wir in Cahuita, einem sehr entspannten Ort mit toller Natur an der Karibikküste Costa Ricas. Anschließend werden wir über das Zentrum des Landes (La Fortuna) gen Nordwesten reisen, wo wir für eine Zeit nach Nicaragua möchten. Da unser Weiterflug zum nächsten Weltreise-Land ab San José stattfindet, müssen wir auf jeden Fall wieder zurück. So wirklich geplant haben wir das alles noch nicht, denn momentan reicht es, immer die kommenden 6 – 8 Tage vorzuplanen. 🙂

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